Der Herr Kehrer und die Preußen…

Schöner Termin heute: Mit Jürgen Kehrer in Gievenbeck. Wer nicht so drin steckt in der Materie. Jürgen Kehrer kommt zwar gebürtig aus Essen und war einst auch mal Anhänger von RWE, lebt aber seit 40 Jahren in Münster. Bekannt wurde er vor allem durch seine Krimi-Serie Wilsberg, die im ZDF seit fast 20 Jahren mit großem Erfolg läuft. Über seine Romanvorlage und sein Verhältnis zum SCP (und auch das von Wilsberg zu den Preußen) habe ich mit ihm gesprochen.

Jürgen Kehrer (der Herr rechts) ist Schöpfer von Wilsberg.

Jürgen Kehrer (der Herr rechts) ist Schöpfer von Wilsberg.

 

Was er so zu erzählen hat über die Preußen, das Verhältnis der Stadt zum Klub und warum der Wilsberg vielleicht kein glühender Fußballfan ist, aber sich sehr wohl freut… das lest ihr dann in fünf, sechs Monaten in „111 Gründe Preußen Münster zu lieben“. Ab Herbst 2015 überall im Buchhandel 😉

Oder ich erzähl’s später mal.

Hömma, Helge Leonhardt…

Ich will nicht absteigen, will ab Juli mit genau dieser Mannschaft in die nächste Zweitliga-Saison. Ich will nicht nach Großaspach, nach Münster oder zu irgendeiner Bundesliga-Reserve. Ich will die 2. Liga

Gesagt hat’s Helge Leonhardt, Boss bei Erzgebirge Aue, vor dem Spiel gegen den Karlsruher SC. Und jetzt passma auf, Helge: Wie kommst du auf die steile These, dass irgendjemand hier in Westfalen sich ausgerechnet auf Erzgebirge Aue freuen würde? Soweit es uns betrifft, wünschen wir Aue alles Gute und von Herzen viel Erfolg. Will meinen: Bleibt bitte bloß weg und weiter viel Spaß mit „RB Leipzig“. Danke.

UPDATE / Herr Schmidt macht ratlos

Zur Aktualisierung

Wieder Dominik Schmidt. Was den streitbaren Abwehrchef des SCP in diesen Tagen so antreibt, ist nicht ganz klar. Sehr wohl klar ist, dass es um sein Verhältnis zu Teilen der Fanszene nicht (mehr) zum Besten bestellt ist.

Noch vor drei Jahren, im begeisternden Spätsommer 2012, war er unumstritten der Held für viele Preußen. Ein Turm in der Abwehr, sicher, routiniert und immer mit Herz und Leidenschaft dabei. Einer, der voran geht und sich nicht versteckt. Im Derby beim VfL Osnabrück verletzte er sich im September 2012 schwer (Bänderriss) und fehlte dem SCP monatelang. Die Verletzung trübte gar die Freude über den 2:0-Derbysieg an der Bremer Brücke. Und im westline-Forum entstand ein gewaltiger „Gute-Besserung-Thread„, der ihm vor einem der folgenden Spiele im Stadion überreicht wurde.

Kurzum: Der Mann hatte nicht nur das Zeug zum Publikumsliebling, er war einer.

Wann genau die Stimmung umschlug, ist klar. Die Preußen scheiterten auf ziemlich schockierende Weise in der Schlussphase der Saison 2012/2013, vergeigten den Aufstieg. Vielleicht wissen nur die direkt Beteiligten, was genau da schief gegangen war. Neid, Missgunst, Unstimmigkeiten im Team, äußere Einflüsse, der Kopf – wer weiß? Angeblich sei das ganze Scheitern aufgearbeitet worden, betonten anschließend alle im Verein, die mit dem Sport befasst sind. Schmidt gehörte zu diesem Team und wie das häufig so ist: Wer nicht um klare Worte verlegen ist, erntet oft ein ähnliches Echo.

Denn auch die Saison 2013/2014 bot eher keine Steigerung. Erneut blieb das Team irgendwie hinter seinen Ansprüchen (oder denen anderer). Und auch Dominik Schmidt wurde anders wahrgenommen. Nach seiner Verletzung war er eingestiegen, so schnell es ging. Und das war vielleicht nicht die beste Entscheidung, denn zu seiner alten Form fand er nicht zurück.

Öffentliche Konfliktsuche

Das alles erklärt aber nicht, warum Schmidt jetzt den Zeitpunkt gekommen sieht, den öffentlichen Konflikt zu suchen. Bereits vor einigen Tagen hatte er mit einigen schwer nachvollziehbaren Aussagen polarisiert. In einem WN-Interview klagte Schmidt über die schwierigen Bodenverhältnisse in Münster. Dass die weder die bemerkenswerte Serie von Heimsiegen verhindern konnten noch die miserablen Auswärtsauftritte erklärten, sei nun dahingestellt. Nicht förderlich für das Betriebsklima auf den Rängen war aber eher seine Kritik, „andernorts“ würde die Mannschaft unterstützt. Beim BVB beispielsweise oder beim FC St. Pauli. In „schlechten Zeiten“ gebe es dort Aufmunterung.

Diese Aussage verwundert auch rein sachlich. Denn über mangelnde Aufmunterung durfte sich der SCP sicher nicht beklagen. Mag es auch den einen oder anderen Pfiff gegeben haben – nach den Spielen erntete das Team auch nach schwachen Auftritten Applaus. Zuletzt noch nach einem wirklich überschaubar gutem Auftritt in Großaspach. Immer wieder profitierte das Team sogar von einem gewissen Langmut, den die Fans in Münster sehr wohl beweisen. Dass ein Vergleich mit BVB oder HSV aus ganz anderen Gründen sinn- und witzlos ist, sei nur am Rande erwähnt.

Der Zeitpunkt von Schmidts Kritik war auch nur mäßig gut gewählt. Ausgerechnet nach den teilweise fragwürdigen Auftritten in Großaspach, gegen Mainz II oder in Halle sollte ein Spieler vielleicht eher Demut zeigen als auf die Fanszene zu zeigen. Für das Spiel sind die Spieler zuständig, nicht die Fans.

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Das Echo aus der Kurve fiel kurzfristig auch eher überschaubar freundlich auf. Schmidt könne ja seine Binde abgeben, wenn er schon keinen Respekt vor seinen Fans habe. So hieß es in der Fiffi-Gerritzen-Kurve.

Anders gesagt: Ein paar offene Worte, Typen mit einer Meinung, die sind ja durchaus gefragt. Aber so ein bisschen differenzieren müsste man dann auch noch. Sonst werden aus klaren Worten eben zu schnell unfreundliche Angriffe. Nun denn.

Das Chemnitz-Spiel lief nicht viel besser und nach dem verlorenen Derby hatte der SCP so ziemlich jede noch laufende Serie zerbrochen. Herrjeh, das letzte Derby gegen Arminia in einem Ligaspiel hatte der SCP 1995 verloren.

Schmidt hatte das Derby gemeinsam u.a. mit Erik Zenga aus dem Gästeblock verfolgt. Ob es dennoch eine gute Idee war, sich nur wenige Stunden später auf dem Send sehen zu lassen? Es ist natürlich so, dass Spieler grundsätzlich wie jeder Mensch frei entscheiden sollen, wie sie ihren Abend verbringen wollen. Es wäre aber vielleicht stilsicherer gewesen, zumindest am Tag der Derby-Pleite nicht gerade auf den Send zu laufen. Soweit die Geschichte bekannt ist, war Schmidt an diesem Send-Abend selbst auf eine Gruppe Preußen-Anhänger zugegangen. Er habe das Gespräch abseits des Stadions führen wollen, so heißt es. Für sich genommen keine schlechte Idee.

Künstlerpech

Dass offenbar die Gruppe von Preußen-Anhängern wenig Wert auf ein Gespräch legten, ist dann eben Künstlerpech. Ob ausgerechnet der Send am Abend nach der Derby-Pleite der genialste Ort war, um mal sachlich miteinander zu quatschen..? Zumal Schmidt aktuell nicht den besten Ruf in der Szene genießt? Hm. Angeblich sei Schmidt dann von den Fans vom Send geworfen worden. Oder dazu gedrängt worden. Was auch immer – es gibt nur diese eine Seite nachzulesen. Was wirklich geschehen ist und wie das ablief, wissen nur die Beteiligten selbst.

Anstatt die Sache nicht zu hoch zu hängen, steht nun prompt am Mittwoch eine erneute Klage in den WN. Und die fällt sogar noch deutlicher aus. Sehr zum Unverständnis vieler Fans, die sich nun von Schmidt anhören lassen müssen, in Münster pfiffen die Fans das Team von der „5. bis zur 90. Minute“ aus. Was ja eine Behauptung ist, die eine gewisse Kühnheit aufweist. Man könnte auch sagen, die Aussage wäre gequirlter Mist, denn das ist sie. Das Gegenteil wäre richtig. Wer die Erfahrungen kennt, die Münsters Anhängerschaft in den vergangenen, sagen wir: 25 Jahren gemacht hat, der würde sich wundern über die unendliche Ausdauer der Szene. Da braucht es keinen Kapitän, dem offenbar daran gelegen ist, Öl ins Feuer zu gießen.

Dass Schmidt nun öffentlich die Frage aufwarf, „ob ich überhaupt noch für Münster spiele“, setzt dem Ganzen die Krone auf. Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Wem das Essen in der Kantine nicht schmeckt, kann ja auch nicht einfach seine Arbeit liegen lassen. Und was ist das überhaupt für eine Aussage?

Wenn sich der Kapitän die Frage stellt, ob die Fans die Mannschaft ausreichend unterstützten, dann muss sich der Kapitän auch die Frage gefallen lassen, welchen Sinn seine öffentliche Kampfansage an den Verein nun erfüllen soll. Glaubt er, das werde seine Position stärken? Mannschaft und Fans gar miteinander verbünden?

Ganz besonders skurril wirkt folgende Aussage, die hier besser als Zitat erscheinen soll:

Das, was hier in Münster passiert, gibt es woanders nicht. Nicht in Liga zwei und nicht in der Bundesliga. Da sind die Fans auch sauer auf ihre Mannschaften – aber erst nach dem Spiel, wenn es nicht klappt.

Die Aussage muss unkommentiert bleiben – mangels irgendeiner halbwegs sinnvollen Antwort, die nicht aus Sarkasmus besteht.

Was ist eigentlich Schmidts Plan in dieser Geschichte? Das alles macht nur ratlos.

UPDATE

Nun hat der SC Preußen also reagiert. Dominik Schmidt ist vom Trainings- und Spielbetrieb freigestellt. Das klingt zunächst konsequent, wirft aber leider auch einige Fragen auf. Dominik Schmidt mag sich zwar jetzt nicht noch ein drittes Mal gegenüber den WN zu Wort melden (so war es am Donnerstag zu lesen), aber zuvor hatte er offenbar noch mit der „Bild“ gesprochen. Dort nämlich war zu lesen, wie das gemeint gewesen sein könnte mit dem Satz „ob ich noch einmal für Münster spiele“.

In der „Bild“ wird diese Aussage dahingehend gewertet, dass Schmidt sich unabhängig von dem Send-Vorfall überlegt habe, die restlichen Spiele bis zum Saisonende auszusetzen und seinen Syndesmoseband-Riss auszukurieren. Und diese Überlegung habe er auch dem Trainer mitgeteilt – was der wiederum insofern bestätigt, als dass Schmidt ihm gegenüber so einen Vorschlag gemacht habe.

Und das alles – genau wissen das natürlich nur die wenigen Beteiligten – klingt nun etwas weniger drastisch und in der Aussage anders als das, was in den WN zu lesen war.

Vordergründig mag die Freistellung Schmidts richtig sein. Sie mag auf tatsächlich relevanten Gründen basieren. Doch nach außen hin macht sie nun Schmidt (vorerst) untragbar und bestätigt nur die Geschichte vom illoyalen und/oder unwilligen Kapitän. Sie macht eine Korrektur zumindest aktuell schwierig.

Zwar hat Trainer Ralf Loose in der Vergangenheit durchaus bewiesen, Spielern eine weitere Chance zu geben (Kevin Schöneberg, auch Benjamin Siegert oder Mehmet Kara, sogar Schmidt selbst). Aber diese dann doch zeitnah durchgeführte Freistellung rückt den Zusammenhang mit den WN-Interviews sehr in den Vordergrund.

Es wäre vielleicht der bessere, elegantere Weg gewesen, diese Sache nicht so öffentlichkeitswirksam auszutragen. Man hätte Schmidt unauffällig einen Infekt unterschieben können und ihm eine Denkpause verpassen können. Eine interne Geldstrafe meinetwegen – für was auch immer. Aber eben intern und nicht so öffentlich.

Jetzt ist es schwierig(er) für alle Parteien, ihr Gesicht zu wahren. Schmidt ist der Buhmann (wozu er reichlich Anlass gegeben hat, natürlich), der Verein aber setzt vielleicht auch das falsche Signal an den Rest der Truppe. Zusätzlicher Ärger ist ja nun gerade nicht, was dieser Verein derzeit benötigt.

 

111 Gründe Preußen Münster zu lieben… (2)

111 Gründe Preußen Münster zu lieben… (2)

Der erste Abgabetermin rückt näher. Noch knapp zwei Wochen und ich muss mich vom ersten Drittel meines Manuskripts* trennen… Das fühlt sich noch ein wenig eigenartig an, denn in einigen Texten steckt fast etwas Persönliches. Oder sogar ausschließlich, um ehrlich zu sein. Aber darum geht’s in diesem Buch. Um Preußen Münster. Und um die Beziehung, die ich (und jeder, der diesem Klub anhängt) mit ihm pflege.

Da die vergangenen Tage und Wochen nicht gerade reibungslos verlaufen sind, bekommt das alles noch zusätzlich Dynamik. Allein: Es hilft ja nix, der Verein ist immer größer als das, was in einem kurzen Moment seiner Geschichte geschieht. Und wer weiß, wofür das alles gut ist.

Ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern kann ich aber 😉

Von 111 Kapiteln sind fast 70 fertig.

Natürlich geht es in dem Buch um 1951. Es geht um 1989, es geht um 1994, es geht um 2006, um 2011. Ihr wisst natürlich mit all diesen Jahreszahlen etwas anzufangen.

Aber es geht ja auch um die Geschichten, die unser Klub oder die Menschen darum geschrieben hat/haben. Um Mario Basler, der mal böse auf uns war. Um Ansgar Brinkmann, den weißen Brasilianer, der seine Karriere in Münster beendete. Um Christoph Metzelder oder Erwin Kostedde, die ihre in Münster erst begannen.

Es geht um Colin Bell und eine lebenslange Mitgliedschaft im SCP. Es geht um Bianca aus Iserlohn, wenn ihr euch noch erinnert. Es geht um Randale in St. Pauli und warum wir nicht als Radaubrüder taugen. Es geht um ein Tor gegen Argentinien, um unsere dicke Taube, die heute wieder ein scharfer Adler ist. Es geht um den Sportclub, um Hämmer und Ambosse.

Es geht um Schöppingen und einen Abschied. Um Walter Bensmann, den es mal ziemlich böse erwischt hatte. Um Carlos und Henry. Und es geht um Tränen in Aachen und den Versuch, mal besonders schlau zu sein – schlauer als Uli Hoeneß.

Darum, dass wir Sowislo gewinnen.

Und es geht darum, wie viele von uns sich in den langen Jahren vor 2006 vom Verein entfremdet haben – und dann irgendwann ihre Liebe neu entdeckt haben. Warum dieser Verein trotz all seiner gescheiterten Hoffnungen und manchmal kopflosen Versuche eben noch immer ein Bestandteil unseres Lebens ist.

Ich schreibe. Ende Juni muss alles fertig sein.

Habt ihr auch noch eine Idee? Eine Geschichte, die den SC Preußen liebenswert macht? Dann freue ich mich über Hinweise an redaktion@preussenfieber.de 

 

 

* Wer es zum ersten Mal liest: Ich schreibe für den Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf in Berlin ein Buch. Es trägt den Titel „111 Gründe Preußen Münster zu lieben“ und wird voraussichtlich ab Herbst 2015 im Buchhandel zu haben sein – für einen schmalen Zehner. Das Buch bündelt 111 Gründe, warum der SCP nun der „großartigste Verein der Welt“ ist. Was natürlich selbst für die härtesten Fans eigentlich Quark ist – aber wir wissen alle, wie es gemeint ist. Als kleine Liebeserklärung an einen großen Klub.

Die Realität ist immer die beste…

Die Realität ist immer die beste…

Nach dem Derby der Preußen gegen den VfL Osnabrück ist die Diskussion über Pyrotechnik nicht wieder neu entbrannt, sondern schlicht erneut geführt worden. Und wie das dieser Tage so üblich ist, mit dem bekannten Getöse über Randalierer, unverbesserliche Gewalttäter und lebensgefährliche Flammen.

Ich will das gar nicht groß kommentieren (habe das an anderer Stelle schon getan), aber manchmal lässt man einfach die Tatsachen sprechen. Ganz wertfrei: Um den Wandel in der öffentlichen Wahrnehmung zu verstehen und auch die Anpassungsprobleme vieler Fan(szenen), muss man wissen, woher man kommt.

Und das könnte zum Beispiel dieser 30. November 1990 sein. Der Abend, an dem der SC Preußen im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen Christoph Daums VfB Stuttgart knapp ausschied. Weder Pokal noch Ergebnis sind hier wichtig.

Interessant und aufschlussreich ist, was die Westfälischen Nachrichten am Tag darauf zur Überschrift machten. Und wie sie die Szenen im Spiel bewerteten.

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Offensichtlich war Pyrotechnik vor 25 Jahren weniger gefährlich. Ganz sicher war es weniger kriminell. Das muss man in dieser Diskussion wissen.

 

Buchprojekt: 111 Gründe Preußen Münster zu lieben…

Buchprojekt: 111 Gründe Preußen Münster zu lieben…

Zeit für ein neues Projekt. Vor einigen Wochen erhielt ich eine Mail mit einer ziemlich überschaubaren Frage. Man habe da vielleicht ein Projekt und suche einen Autoren und ob ich dieser Autor sein könne. Na klar, warum nicht, hoffentlich würde es nicht um Quantenphysik gehen. Ging es nicht. Das Thema ist aber nicht minder anspruchsvoll. Es geht um Preußen Münster und wenn man da Unfug schreibt, verscherzt man es sich leicht mit der großen Liebe.

Aber natürlich konnte ich wie immer, wenn’s ums Schreiben geht, nicht die Finger davon lassen. Und also liegt nun hier ein unterschriebener Verlagsvertrag auf meinem Schreibtisch und die Arbeit beginnt.

Der Grund, warum ich dies schreibe, ist ein einfacher. Nun ja, es sind zwei einfache Gründe.

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Aus Respekt vor guten Freunden

Aus Respekt vor guten Freunden

Wie man durch einen Sturm im Wasserglas reitet, zeigt das kleine Ballyhoo, das gerade auf Fan- und Klubebene zwischen Münster und Osnabrück aufgeführt wird. Dabei ist der Auslöser fast so eigenartig wie der Umgang damit.

Wer es noch nicht mitbekommen hatte: Auf einem privat erstellten Spieltagsplakat, das weder vom SC Preußen Münster in Auftrag gegeben wurde noch von diesem vertrieben wird, ist Amaury Bischoff zu sehen. Malte Müller heißt der Designer, der das Plakat privat entworfen hat und das schon seit einigen Jahren tut. Müller hatte gar keine Provokation im Sinn und war in der Vergangenheit mit seinen Plakaten wahrlich nicht negativ aufgefallen. Bischoff als zentrale Figur schien ihm nach eigener Aussage passend, weil der Spieler schon einmal darauf hingewiesen hatte, dass mit ihm noch kein Derby verloren wurde. Derby. Keine Niederlage. Bischoff. Das kann man durchaus verstehen, wenn man guten Willens ist.

Das dazu.

In der Vergangenheit hatte der Klub die Grafiken häufiger für seine Vorberichte verwendet. Das war diesmal nicht anders: Einen Artikel zum Vorverkauf für die beiden Spiele gegen Dresden und Osnabrück hatte der Klub zunächst mit den beiden Plakaten garniert.

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