Vorschau… 111 Gründe Preußen Münster zu lieben

Eine kleine Vorschau…

111 Gründe Preußen Münster zu lieben

111 Gründe Preußen Münster zu lieben

Carsten Schulte
111 GRÜNDE, PREUSSEN MÜNSTER ZU LIEBEN
Eine Liebeserklärung an den
großartigsten Fußballverein der Welt
ca. 224 Seiten | Taschenbuch
ISBN 978-3-86265-501-4
Originalausgabe | 9,99 EUR (D)
Erscheint am 1. Oktober 2015

Auszug

Wir waren 1375 Fans an diesem kalten Abend im Dezember 2005. Die Preußen verloren 1:3 gegen Bayer Leverkusen II. Wir waren 1375 Verzweifelte, Enttäuschte, Wütende. Sechs Monate später war der Klub abgestiegen in die vierte Liga. Aber wir wissen, wie wichtig dieser Abend war.

Die Preußen mussten wohl erst scheitern, um wieder aufzustehen. Während ich das hier schreibe, sind fast zehn Jahre vergangen seit jenem Dezemberabend. Aber wenn wir heute ins Preußenstadion wandern und die Gegner heißen Arminia Bielefeld oder Dynamo Dresden oder MSV Duisburg, dann wissen wir, wo wir herkommen.

So endet das Scheitern doch mit einem glücklichen Seufzer. Und warum auch nicht? Wir lieben diesen Verein, weil er mit uns gestolpert ist. Weil wir uns gemeinsam aufgeholfen haben. Weil wir damals 1375 waren und heute so viele mehr. Man könnte eine Liebeserklärung an einen großen Verein schlechter beginnen, oder?

Verrückter 13. Mai

Man muss die Feste feiern, wie sie… ach komm, egal 😉

Ein kurzer Blick in die preussenfieber.de-Spieldatenbank zeigt, dass der 13. Mai 2015 ein interessanter Tag war. Heute vor…

… 25 Jahren gewann der SC Preußen Münster ein Zweitliga-Spiel gegen die SG Wattenscheid 09 mit 1:0. Torschütze war ein gewisser Henry Acquah. Und die Preußen sicherten sich mit dem Sieg den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga. Wie wir wissen, nur für ein weiteres Jahr, aber das ist ein anderes Thema… Und für den Gegner SG Wattenscheid gab’s dennoch was zu feiern. Die waren nämlich am Spieltag davor in die Bundesliga aufgestiegen. Eine Menge Fußball-Geschichte…

… 8 Jahren: Ansgar Brinkmann spielt ein letztes Mal im Preußen-Dress und hängt dann mit seiner Auswechslung nach gut einer Stunde seine Karriere an den Nagel. Sein letzter Gegner war die FC Schalke 04 II. Und nicht einmal 1000 Zuschauer waren zu diesem ansonsten überflüssigen Spiel gekommen. Das bitte mal im Hinterkopf behalten, wenn die Realität heute scheinbar zu mies rüberkommt.

… 42 Jahren: Der BVB demontiert den SC Preußen mit 9:0. Niemals wieder anschließend verlor der SC Preußen ein Pflichtspiel derart hoch. Fairerweise gesagt: Es ging für beide Teams um gar nix mehr und die Preußen liefen mit den letzten Aufrechten in der Roten Erde auf. Noch was Lustiges: Der BVB begrüßte damals gerade 3.500 Zuschauer. Nix mit „der BVB war ja immer ein große Nummer“… Auch die haben damals nur mit Wasser gekocht (und tun das mutmaßlich noch heute).

Diese und andere Geschichten lest ihr übrigens auch in meinem Buch „111 Gründe Preußen Münster zu lieben“, das voraussichtlich im Herbst erscheinen wird.

Der Herr Kehrer und die Preußen…

Schöner Termin heute: Mit Jürgen Kehrer in Gievenbeck. Wer nicht so drin steckt in der Materie. Jürgen Kehrer kommt zwar gebürtig aus Essen und war einst auch mal Anhänger von RWE, lebt aber seit 40 Jahren in Münster. Bekannt wurde er vor allem durch seine Krimi-Serie Wilsberg, die im ZDF seit fast 20 Jahren mit großem Erfolg läuft. Über seine Romanvorlage und sein Verhältnis zum SCP (und auch das von Wilsberg zu den Preußen) habe ich mit ihm gesprochen.

Jürgen Kehrer (der Herr rechts) ist Schöpfer von Wilsberg.

Jürgen Kehrer (der Herr rechts) ist Schöpfer von Wilsberg.

 

Was er so zu erzählen hat über die Preußen, das Verhältnis der Stadt zum Klub und warum der Wilsberg vielleicht kein glühender Fußballfan ist, aber sich sehr wohl freut… das lest ihr dann in fünf, sechs Monaten in „111 Gründe Preußen Münster zu lieben“. Ab Herbst 2015 überall im Buchhandel 😉

Oder ich erzähl’s später mal.

111 Gründe Preußen Münster zu lieben… (2)

111 Gründe Preußen Münster zu lieben… (2)

Der erste Abgabetermin rückt näher. Noch knapp zwei Wochen und ich muss mich vom ersten Drittel meines Manuskripts* trennen… Das fühlt sich noch ein wenig eigenartig an, denn in einigen Texten steckt fast etwas Persönliches. Oder sogar ausschließlich, um ehrlich zu sein. Aber darum geht’s in diesem Buch. Um Preußen Münster. Und um die Beziehung, die ich (und jeder, der diesem Klub anhängt) mit ihm pflege.

Da die vergangenen Tage und Wochen nicht gerade reibungslos verlaufen sind, bekommt das alles noch zusätzlich Dynamik. Allein: Es hilft ja nix, der Verein ist immer größer als das, was in einem kurzen Moment seiner Geschichte geschieht. Und wer weiß, wofür das alles gut ist.

Ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern kann ich aber 😉

Von 111 Kapiteln sind fast 70 fertig.

Natürlich geht es in dem Buch um 1951. Es geht um 1989, es geht um 1994, es geht um 2006, um 2011. Ihr wisst natürlich mit all diesen Jahreszahlen etwas anzufangen.

Aber es geht ja auch um die Geschichten, die unser Klub oder die Menschen darum geschrieben hat/haben. Um Mario Basler, der mal böse auf uns war. Um Ansgar Brinkmann, den weißen Brasilianer, der seine Karriere in Münster beendete. Um Christoph Metzelder oder Erwin Kostedde, die ihre in Münster erst begannen.

Es geht um Colin Bell und eine lebenslange Mitgliedschaft im SCP. Es geht um Bianca aus Iserlohn, wenn ihr euch noch erinnert. Es geht um Randale in St. Pauli und warum wir nicht als Radaubrüder taugen. Es geht um ein Tor gegen Argentinien, um unsere dicke Taube, die heute wieder ein scharfer Adler ist. Es geht um den Sportclub, um Hämmer und Ambosse.

Es geht um Schöppingen und einen Abschied. Um Walter Bensmann, den es mal ziemlich böse erwischt hatte. Um Carlos und Henry. Und es geht um Tränen in Aachen und den Versuch, mal besonders schlau zu sein – schlauer als Uli Hoeneß.

Darum, dass wir Sowislo gewinnen.

Und es geht darum, wie viele von uns sich in den langen Jahren vor 2006 vom Verein entfremdet haben – und dann irgendwann ihre Liebe neu entdeckt haben. Warum dieser Verein trotz all seiner gescheiterten Hoffnungen und manchmal kopflosen Versuche eben noch immer ein Bestandteil unseres Lebens ist.

Ich schreibe. Ende Juni muss alles fertig sein.

Habt ihr auch noch eine Idee? Eine Geschichte, die den SC Preußen liebenswert macht? Dann freue ich mich über Hinweise an redaktion@preussenfieber.de 

 

 

* Wer es zum ersten Mal liest: Ich schreibe für den Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf in Berlin ein Buch. Es trägt den Titel „111 Gründe Preußen Münster zu lieben“ und wird voraussichtlich ab Herbst 2015 im Buchhandel zu haben sein – für einen schmalen Zehner. Das Buch bündelt 111 Gründe, warum der SCP nun der „großartigste Verein der Welt“ ist. Was natürlich selbst für die härtesten Fans eigentlich Quark ist – aber wir wissen alle, wie es gemeint ist. Als kleine Liebeserklärung an einen großen Klub.

Buchprojekt: 111 Gründe Preußen Münster zu lieben…

Buchprojekt: 111 Gründe Preußen Münster zu lieben…

Zeit für ein neues Projekt. Vor einigen Wochen erhielt ich eine Mail mit einer ziemlich überschaubaren Frage. Man habe da vielleicht ein Projekt und suche einen Autoren und ob ich dieser Autor sein könne. Na klar, warum nicht, hoffentlich würde es nicht um Quantenphysik gehen. Ging es nicht. Das Thema ist aber nicht minder anspruchsvoll. Es geht um Preußen Münster und wenn man da Unfug schreibt, verscherzt man es sich leicht mit der großen Liebe.

Aber natürlich konnte ich wie immer, wenn’s ums Schreiben geht, nicht die Finger davon lassen. Und also liegt nun hier ein unterschriebener Verlagsvertrag auf meinem Schreibtisch und die Arbeit beginnt.

Der Grund, warum ich dies schreibe, ist ein einfacher. Nun ja, es sind zwei einfache Gründe.

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