Verrückter 13. Mai

Man muss die Feste feiern, wie sie… ach komm, egal 😉

Ein kurzer Blick in die preussenfieber.de-Spieldatenbank zeigt, dass der 13. Mai 2015 ein interessanter Tag war. Heute vor…

… 25 Jahren gewann der SC Preußen Münster ein Zweitliga-Spiel gegen die SG Wattenscheid 09 mit 1:0. Torschütze war ein gewisser Henry Acquah. Und die Preußen sicherten sich mit dem Sieg den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga. Wie wir wissen, nur für ein weiteres Jahr, aber das ist ein anderes Thema… Und für den Gegner SG Wattenscheid gab’s dennoch was zu feiern. Die waren nämlich am Spieltag davor in die Bundesliga aufgestiegen. Eine Menge Fußball-Geschichte…

… 8 Jahren: Ansgar Brinkmann spielt ein letztes Mal im Preußen-Dress und hängt dann mit seiner Auswechslung nach gut einer Stunde seine Karriere an den Nagel. Sein letzter Gegner war die FC Schalke 04 II. Und nicht einmal 1000 Zuschauer waren zu diesem ansonsten überflüssigen Spiel gekommen. Das bitte mal im Hinterkopf behalten, wenn die Realität heute scheinbar zu mies rüberkommt.

… 42 Jahren: Der BVB demontiert den SC Preußen mit 9:0. Niemals wieder anschließend verlor der SC Preußen ein Pflichtspiel derart hoch. Fairerweise gesagt: Es ging für beide Teams um gar nix mehr und die Preußen liefen mit den letzten Aufrechten in der Roten Erde auf. Noch was Lustiges: Der BVB begrüßte damals gerade 3.500 Zuschauer. Nix mit „der BVB war ja immer ein große Nummer“… Auch die haben damals nur mit Wasser gekocht (und tun das mutmaßlich noch heute).

Diese und andere Geschichten lest ihr übrigens auch in meinem Buch „111 Gründe Preußen Münster zu lieben“, das voraussichtlich im Herbst erscheinen wird.

UPDATE / Herr Schmidt macht ratlos

Zur Aktualisierung

Wieder Dominik Schmidt. Was den streitbaren Abwehrchef des SCP in diesen Tagen so antreibt, ist nicht ganz klar. Sehr wohl klar ist, dass es um sein Verhältnis zu Teilen der Fanszene nicht (mehr) zum Besten bestellt ist.

Noch vor drei Jahren, im begeisternden Spätsommer 2012, war er unumstritten der Held für viele Preußen. Ein Turm in der Abwehr, sicher, routiniert und immer mit Herz und Leidenschaft dabei. Einer, der voran geht und sich nicht versteckt. Im Derby beim VfL Osnabrück verletzte er sich im September 2012 schwer (Bänderriss) und fehlte dem SCP monatelang. Die Verletzung trübte gar die Freude über den 2:0-Derbysieg an der Bremer Brücke. Und im westline-Forum entstand ein gewaltiger „Gute-Besserung-Thread„, der ihm vor einem der folgenden Spiele im Stadion überreicht wurde.

Kurzum: Der Mann hatte nicht nur das Zeug zum Publikumsliebling, er war einer.

Wann genau die Stimmung umschlug, ist klar. Die Preußen scheiterten auf ziemlich schockierende Weise in der Schlussphase der Saison 2012/2013, vergeigten den Aufstieg. Vielleicht wissen nur die direkt Beteiligten, was genau da schief gegangen war. Neid, Missgunst, Unstimmigkeiten im Team, äußere Einflüsse, der Kopf – wer weiß? Angeblich sei das ganze Scheitern aufgearbeitet worden, betonten anschließend alle im Verein, die mit dem Sport befasst sind. Schmidt gehörte zu diesem Team und wie das häufig so ist: Wer nicht um klare Worte verlegen ist, erntet oft ein ähnliches Echo.

Denn auch die Saison 2013/2014 bot eher keine Steigerung. Erneut blieb das Team irgendwie hinter seinen Ansprüchen (oder denen anderer). Und auch Dominik Schmidt wurde anders wahrgenommen. Nach seiner Verletzung war er eingestiegen, so schnell es ging. Und das war vielleicht nicht die beste Entscheidung, denn zu seiner alten Form fand er nicht zurück.

Öffentliche Konfliktsuche

Das alles erklärt aber nicht, warum Schmidt jetzt den Zeitpunkt gekommen sieht, den öffentlichen Konflikt zu suchen. Bereits vor einigen Tagen hatte er mit einigen schwer nachvollziehbaren Aussagen polarisiert. In einem WN-Interview klagte Schmidt über die schwierigen Bodenverhältnisse in Münster. Dass die weder die bemerkenswerte Serie von Heimsiegen verhindern konnten noch die miserablen Auswärtsauftritte erklärten, sei nun dahingestellt. Nicht förderlich für das Betriebsklima auf den Rängen war aber eher seine Kritik, „andernorts“ würde die Mannschaft unterstützt. Beim BVB beispielsweise oder beim FC St. Pauli. In „schlechten Zeiten“ gebe es dort Aufmunterung.

Diese Aussage verwundert auch rein sachlich. Denn über mangelnde Aufmunterung durfte sich der SCP sicher nicht beklagen. Mag es auch den einen oder anderen Pfiff gegeben haben – nach den Spielen erntete das Team auch nach schwachen Auftritten Applaus. Zuletzt noch nach einem wirklich überschaubar gutem Auftritt in Großaspach. Immer wieder profitierte das Team sogar von einem gewissen Langmut, den die Fans in Münster sehr wohl beweisen. Dass ein Vergleich mit BVB oder HSV aus ganz anderen Gründen sinn- und witzlos ist, sei nur am Rande erwähnt.

Der Zeitpunkt von Schmidts Kritik war auch nur mäßig gut gewählt. Ausgerechnet nach den teilweise fragwürdigen Auftritten in Großaspach, gegen Mainz II oder in Halle sollte ein Spieler vielleicht eher Demut zeigen als auf die Fanszene zu zeigen. Für das Spiel sind die Spieler zuständig, nicht die Fans.

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Das Echo aus der Kurve fiel kurzfristig auch eher überschaubar freundlich auf. Schmidt könne ja seine Binde abgeben, wenn er schon keinen Respekt vor seinen Fans habe. So hieß es in der Fiffi-Gerritzen-Kurve.

Anders gesagt: Ein paar offene Worte, Typen mit einer Meinung, die sind ja durchaus gefragt. Aber so ein bisschen differenzieren müsste man dann auch noch. Sonst werden aus klaren Worten eben zu schnell unfreundliche Angriffe. Nun denn.

Das Chemnitz-Spiel lief nicht viel besser und nach dem verlorenen Derby hatte der SCP so ziemlich jede noch laufende Serie zerbrochen. Herrjeh, das letzte Derby gegen Arminia in einem Ligaspiel hatte der SCP 1995 verloren.

Schmidt hatte das Derby gemeinsam u.a. mit Erik Zenga aus dem Gästeblock verfolgt. Ob es dennoch eine gute Idee war, sich nur wenige Stunden später auf dem Send sehen zu lassen? Es ist natürlich so, dass Spieler grundsätzlich wie jeder Mensch frei entscheiden sollen, wie sie ihren Abend verbringen wollen. Es wäre aber vielleicht stilsicherer gewesen, zumindest am Tag der Derby-Pleite nicht gerade auf den Send zu laufen. Soweit die Geschichte bekannt ist, war Schmidt an diesem Send-Abend selbst auf eine Gruppe Preußen-Anhänger zugegangen. Er habe das Gespräch abseits des Stadions führen wollen, so heißt es. Für sich genommen keine schlechte Idee.

Künstlerpech

Dass offenbar die Gruppe von Preußen-Anhängern wenig Wert auf ein Gespräch legten, ist dann eben Künstlerpech. Ob ausgerechnet der Send am Abend nach der Derby-Pleite der genialste Ort war, um mal sachlich miteinander zu quatschen..? Zumal Schmidt aktuell nicht den besten Ruf in der Szene genießt? Hm. Angeblich sei Schmidt dann von den Fans vom Send geworfen worden. Oder dazu gedrängt worden. Was auch immer – es gibt nur diese eine Seite nachzulesen. Was wirklich geschehen ist und wie das ablief, wissen nur die Beteiligten selbst.

Anstatt die Sache nicht zu hoch zu hängen, steht nun prompt am Mittwoch eine erneute Klage in den WN. Und die fällt sogar noch deutlicher aus. Sehr zum Unverständnis vieler Fans, die sich nun von Schmidt anhören lassen müssen, in Münster pfiffen die Fans das Team von der „5. bis zur 90. Minute“ aus. Was ja eine Behauptung ist, die eine gewisse Kühnheit aufweist. Man könnte auch sagen, die Aussage wäre gequirlter Mist, denn das ist sie. Das Gegenteil wäre richtig. Wer die Erfahrungen kennt, die Münsters Anhängerschaft in den vergangenen, sagen wir: 25 Jahren gemacht hat, der würde sich wundern über die unendliche Ausdauer der Szene. Da braucht es keinen Kapitän, dem offenbar daran gelegen ist, Öl ins Feuer zu gießen.

Dass Schmidt nun öffentlich die Frage aufwarf, „ob ich überhaupt noch für Münster spiele“, setzt dem Ganzen die Krone auf. Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Wem das Essen in der Kantine nicht schmeckt, kann ja auch nicht einfach seine Arbeit liegen lassen. Und was ist das überhaupt für eine Aussage?

Wenn sich der Kapitän die Frage stellt, ob die Fans die Mannschaft ausreichend unterstützten, dann muss sich der Kapitän auch die Frage gefallen lassen, welchen Sinn seine öffentliche Kampfansage an den Verein nun erfüllen soll. Glaubt er, das werde seine Position stärken? Mannschaft und Fans gar miteinander verbünden?

Ganz besonders skurril wirkt folgende Aussage, die hier besser als Zitat erscheinen soll:

Das, was hier in Münster passiert, gibt es woanders nicht. Nicht in Liga zwei und nicht in der Bundesliga. Da sind die Fans auch sauer auf ihre Mannschaften – aber erst nach dem Spiel, wenn es nicht klappt.

Die Aussage muss unkommentiert bleiben – mangels irgendeiner halbwegs sinnvollen Antwort, die nicht aus Sarkasmus besteht.

Was ist eigentlich Schmidts Plan in dieser Geschichte? Das alles macht nur ratlos.

UPDATE

Nun hat der SC Preußen also reagiert. Dominik Schmidt ist vom Trainings- und Spielbetrieb freigestellt. Das klingt zunächst konsequent, wirft aber leider auch einige Fragen auf. Dominik Schmidt mag sich zwar jetzt nicht noch ein drittes Mal gegenüber den WN zu Wort melden (so war es am Donnerstag zu lesen), aber zuvor hatte er offenbar noch mit der „Bild“ gesprochen. Dort nämlich war zu lesen, wie das gemeint gewesen sein könnte mit dem Satz „ob ich noch einmal für Münster spiele“.

In der „Bild“ wird diese Aussage dahingehend gewertet, dass Schmidt sich unabhängig von dem Send-Vorfall überlegt habe, die restlichen Spiele bis zum Saisonende auszusetzen und seinen Syndesmoseband-Riss auszukurieren. Und diese Überlegung habe er auch dem Trainer mitgeteilt – was der wiederum insofern bestätigt, als dass Schmidt ihm gegenüber so einen Vorschlag gemacht habe.

Und das alles – genau wissen das natürlich nur die wenigen Beteiligten – klingt nun etwas weniger drastisch und in der Aussage anders als das, was in den WN zu lesen war.

Vordergründig mag die Freistellung Schmidts richtig sein. Sie mag auf tatsächlich relevanten Gründen basieren. Doch nach außen hin macht sie nun Schmidt (vorerst) untragbar und bestätigt nur die Geschichte vom illoyalen und/oder unwilligen Kapitän. Sie macht eine Korrektur zumindest aktuell schwierig.

Zwar hat Trainer Ralf Loose in der Vergangenheit durchaus bewiesen, Spielern eine weitere Chance zu geben (Kevin Schöneberg, auch Benjamin Siegert oder Mehmet Kara, sogar Schmidt selbst). Aber diese dann doch zeitnah durchgeführte Freistellung rückt den Zusammenhang mit den WN-Interviews sehr in den Vordergrund.

Es wäre vielleicht der bessere, elegantere Weg gewesen, diese Sache nicht so öffentlichkeitswirksam auszutragen. Man hätte Schmidt unauffällig einen Infekt unterschieben können und ihm eine Denkpause verpassen können. Eine interne Geldstrafe meinetwegen – für was auch immer. Aber eben intern und nicht so öffentlich.

Jetzt ist es schwierig(er) für alle Parteien, ihr Gesicht zu wahren. Schmidt ist der Buhmann (wozu er reichlich Anlass gegeben hat, natürlich), der Verein aber setzt vielleicht auch das falsche Signal an den Rest der Truppe. Zusätzlicher Ärger ist ja nun gerade nicht, was dieser Verein derzeit benötigt.

 

WDR mag nimmer sonntags senden…

WDR mag nimmer sonntags senden…

Es scheint, als sei der Sonntagnachmittag im WDR fest an Flüsse und Bächlein vergeben. Am Sonntag, als Bielefeld in Münster zum Derby anreiste, sollten die WDR-Zuschauer eigentlich irgendetwas Lauschiges über die „Nahe“ sehen. Das wurde bekanntlich gekippt für das westfälische Live-Spiel. Nun kommt Duisburg und der ganze Zinnober beginnt von vorne…

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Der Torwart

Der Torwart

„Ruhmreich“ ist ja etwas, worauf sich der SC Preußen Münster (oder zumindest seine Fans) gerne zurückziehen. Das muss auch so sein, denn die eigene Geschichte prägt ja das Hier und Jetzt eines Vereins. „Ruhmreich“ hat aber im Fall der Adlerträger immer auch etwas bitter Melancholisches. Denn an den Ruhm von einst ist heute wahrlich wenig anzuknüpfen. Die Zeiten, in denen die Preußen sich Woche für Woche mit den großen Westklubs aus Schalke, Dortmund, Duisburg – ja sogar Leverkusen oder Köln maßen, sind wohl unwiderruflich vorbei.

„Ruhmreich“: Das ist aber auch ein Wort, das man sich erst verdienen muss. Das durch die Männer geprägt wurde, die einst das Trikot mit dem Adler trugen. In einer anderen Zeit, in einer fast anderen Welt. Ohne Pyro, ohne Champions League, ohne das große Bohei.

Und einer jener Männer ist am 2. Oktober 2014 gestorben. Herbert Eiteljörge.

Die Todesanzeige.

Die Todesanzeige.

Die Todesanzeige, die heute am 10. Oktober 2014 in den beiden Zeitungen Münsters erschien, berührt mich durchaus. Das Foto, das darin verwendet wurde, habe ich aufgenommen und es ist eine Ehre, dass die Familie dieses Bild für würdig hielt, den Mann zu ehren.

Ich habe Herbert Eiteljörge nicht wirklich gut gekannt. Aber ich habe ihn vor ziemlich genau acht Jahren zuletzt getroffen, damals am 12. Oktober 2006. Ich sprach mit ihm für mein damaliges Buch über die Preußen (Streifzüge durch 100 Jahre Preußen Münster) und schrieb danach einen Text, der auch im Buch erschien. Und bei diesem Anlass machte ich draußen in seinem Garten, gar nicht weit vom Preußenstadion entfernt, auch das Foto mit dem Ball, den Herbert Eiteljörge 1962 bei einem Freundschaftsspiel gegen die Nationalmannschaft Chiles hatte mitgehen lassen.

Eiteljörge habe ich an jenem Tag als ausgesprochen freundlichen Mann kennengelernt, der sich von Rückschlägen nicht zurückwerfen ließ.

Aus aktuellen Anlass stelle ich meinen damaligen Text hier noch einmal online – und spreche der Familie mein Beileid aus.

eiteljoerge_buchHerbert Eiteljörge: Der Torwart

Ein echter Straßenfußballer sei er, sagt Herbert Eiteljörge über sich. Im Pott, beim Duisburger SV, begann seine Karriere. Bis die Preußen im Frühsommer 1955 nachfragten, ob er sich einen Wechsel nach Münster vorstellen könne. „Ich hatte noch ein Angebot von Hannover 96“, erinnert sich der Torwart. Er sah sich in Hannover um, es gefiel ihm aber nicht so gut. „Also bin ich zum SCP“, so Eiteljörge. „Gott sei Dank“, ergänzt er mit einem Lächeln.

Der Wechsel zum SCP sorgte durchaus für Aufsehen. „Als Amateurfußballer durften wir das Wort Geld nicht einmal in den Mund nehmen.“ 

Es wundert Eiteljörge daher auch im Rückblick nicht, dass Bundestrainer Sepp Herberger ihn aus dem Olympiakader für Melbourne 1956 strich. Dabei hätte er durchaus dabei sein können, immerhin war er für die Westdeutsche Auswahlmannschaft immer am Ball.

An die 50er Jahre in Münster hat Eiteljörge keine besonderen Erinnerungen. „Das ging so dahin“, die Preußen spielten immer ordentlich mit. Den großen Druck gab es damals noch nicht, so Eiteljörge.

Als Preußens Trainer Richard Schneider seinen Spielern 1962 mitteilte, dass die Preußen die Chance hätten, Sparringspartner der südamerikanischen Nationalteams zu werden, hatten die nur eines im Sinn: „Der spinnt, haben wir gesagt“, meint Eiteljörge. Nur wenige Wochen später saßen er und seine Mitspieler jedoch im Flieger nach Buenos Aires und maßen sich dort mit den Nationalmannschaften von Argentinien, Chile und Uruguay. „Das war toll“, so Eiteljörge. „Die Stadien waren voll. Wir wohnten mit den argentinischen Spielern im gleichen Hotel.“ 

An ausgefallene Frühstücksmethoden kann sich der Preußen-Torwart gut erinnern. „Bei den Argentiniern gab es nach dem Training im Stadion gegrillte Steaks. Das war ja eher ungewöhnlich…“

Vier Wochen waren die Preußen in Südamerika unterwegs. Eiteljörge reiste einige Tage eher zurück, weil er mit der Westdeutschen Auswahl gleich wieder nach Asien weiter musste. „Ich konnte zuhause gerade noch meine Wäsche abgeben und musste dann gleich weiter.“ Dabei war er froh, heile in Münster angekommen zu sein. Mit einem Turbinenschaden musste seine Maschine auf dem Rückweg aus Südamerika im Senegal notlanden.

An die Auftritte beim Sommerturnier in New York denkt er gerne zurück. „New York war einmalig. Die Stimmung war aber natürlich nicht zu vergleichen mit Südamerika“, sagt er. An den kurzen Abstecher nach Toronto zum Freundschaftsspiel gegen Toronto Italia denkt er durchaus gern zurück. „100 Dollar gab es als Siegprämie für jeden von uns. Die haben wir gleich am Abend auf den Kopf gehauen“, grinst Eiteljörge. 

Mit seiner Frau düste er einige Jahre später nch einmal nach New York. „Soll denn nur mein Mann die ganze Welt sehen?“, fragt Irmlind Eiteljörge lachend.

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Zur Person

Herbert Eiteljörge begann seine Karriere 1953 beim Duisburger SV. 1955 wechselte er zu den Preußen und war dort bis 1969 ein Fixpunkt im Team. Er absolvierte fast die gesamte (und einzige) Bundesliga-Saison als Stammtorhüter der Preußen. Insgesamt machte er weit über 240 Spiele im Adler-Dress. Die 50er und 60er Jahre prägte er als Mitglied der Preußen-Teams entscheidend mit.

Im November 2014 wäre er 80 Jahre alt geworden.

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Heute die Bayern, morgen wieder alles andere

Heute die Bayern, morgen wieder alles andere

Und nun ist der Tag angebrochen, der so lange über allem schwebte. Münster gegen München, Preußen gegen Bayern – ein Pflichtspiel wie kein anderes in der Vereinsgeschichte. Nicht vom sportlichen Wert her, natürlich. Da gab es weiß Gott wichtigere und spannendere Spiele. Aber es ist nun einmal so, dass der FC Bayern in Deutschland der spektakulärste Verein ist. Und der Gedanke, dass Pep Guardiola heute wie jeder Drittliga-Trainer durch den Spielertunnel ins Preußenstadion einläuft, hat trotz allem Flair.

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Preußen Münster, das „Fallobst“ der Liga und der mühsame Start

Preußen Münster, das „Fallobst“ der Liga und der mühsame Start

Seit zwei Partien nicht verloren, drei Spiele, vier Punkte: Das ist das Preußen-1-2-3. Alles richtig und alles gut ist trotzdem nichts. Na gut, im Fußball ist nur in seltenen Fällen alles im Lot, aber spannend ist die Diskussion um den Saisonauftakt allemal. Vier Punkte hat der SC Preußen jetzt, säuberlich verteilt in je eine Niederlage, ein Unentschieden, einen Sieg (okay, sonst käme man ja auch nie im Leben auf vier Punkte…). Vier Punkte, die aktuell Platz 7 in einer ansonsten ziemlich aussagearmen Tabelle bringen.

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