Buchprojekt: 111 Gründe Preußen Münster zu lieben…

Buchprojekt: 111 Gründe Preußen Münster zu lieben…

Zeit für ein neues Projekt. Vor einigen Wochen erhielt ich eine Mail mit einer ziemlich überschaubaren Frage. Man habe da vielleicht ein Projekt und suche einen Autoren und ob ich dieser Autor sein könne. Na klar, warum nicht, hoffentlich würde es nicht um Quantenphysik gehen. Ging es nicht. Das Thema ist aber nicht minder anspruchsvoll. Es geht um Preußen Münster und wenn man da Unfug schreibt, verscherzt man es sich leicht mit der großen Liebe.

Aber natürlich konnte ich wie immer, wenn’s ums Schreiben geht, nicht die Finger davon lassen. Und also liegt nun hier ein unterschriebener Verlagsvertrag auf meinem Schreibtisch und die Arbeit beginnt.

Der Grund, warum ich dies schreibe, ist ein einfacher. Nun ja, es sind zwei einfache Gründe.

Grund 1 ist: Ich freue mich über ein neues, jedes neue Buch über den SC Preußen Münster, selbst wenn es von mir geschrieben ist. In meinem Regal steht Alexander Hefliks Aufstiegs-Jubelbuch Seite an Seite mit dem Werk zum 90. Geburtstag und dem Standardwerk zum 100. Geburtstag. Ich habe das Kinderbuch „Prico steigt auf“, das ich baldmöglichst meinem Nachwuchs in die Hand drücken werde (bzw. ihn unter Aufsicht die Bilder anschauen lasse, denn die Fettfinger eines fast Vierjährigen kommen mir nicht an die wertvollen Seiten).

Und ja, natürlich flattert hier auch noch ein Exemplar meines eigenen Buches „Streifzüge durch 100 Jahre Preußen Münster“ herum. Dieses Werk habe ich nun gerade nach 9 Jahren vom Markt genommen, es wird also Zeit für etwas Neues. Wie passend.

Jedes Wort, das über den heimischen Klub verloren wird, hat Bedeutung. Schließlich geht’s um den Klub unserer Leidenschaft – in welcher Form auch immer man dieser Leidenschaft Raum gibt.

Und wenn alles gut läuft und ich nicht in eine Schreibblockade verfalle, dann könnte es zum kommenden Weihnachtsfest ein neues Buch über die Adler auf dem Markt geben. Es gibt grundsätzlich schlimmere Nachrichten (erneut: selbst wenn es von mir verfasst wird, sorry).

Reihe: 111 Gründe

Soviel kann ich natürlich verraten: Das neue Buch wird Teil der Reihe „111 Gründe, XY zu lieben“ sein. Das ist eine Serie aus dem Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf und bislang haben dort vor allem Erst- und Zweitligisten ihren Platz gefunden. Einzig Rostock, Bielefeld, Duisburg, Dresden und Jena sind Klubs unterhalb der Profi-Ligen (mehr auf www.zwoelftermann.de). Und das immerhin ist ja bemerkenswert, oder?

Ein wenig zeigt die Anfrage aber auch, dass der SCP heute anders wahrgenommen wird als noch vor zehn Jahren. Das allein ist eine interessante Sache.

Grund 2: Die Geschichten. Das Buch wird – wie in der Serie nun einmal vorgesehen – 111 Kapitel enthalten. 111 Geschichten über unseren schwarz-weiß-grünen Verein, seine Geschichten, Erinnerungen. 111 Texte über gemeinsam durchlebte Tiefen, über Siege und die kleinen Momente, die den Verein für uns zum besten unter vielen machen.

Damit ist auch zugleich gesagt, was das Buch nicht sein wird. Nämlich kein Lexikon zur Vereinsgeschichte. Kein nüchternes Nachschlagewerk, das die bekannten Höhepunkte des Klubs nacherzählt.

Natürlich werden sie zur Sprache kommen, die Vizemeisterschaft, die Bundesliga, die Auf- und Abstiege. Das muss auch sein. Aber ich werde versuchen, in diesen Geschichten die Bedeutung für uns zu entdecken. Das Endspiel von 1951 ist ein statistischer Fixpunkt, aber was bedeutet er für unser Selbstverständnis? Wie verändern diese Augenblicke den Lauf der Vereinsgeschichte, unsere Haltung gegenüber dem Klub?

Es wird viel um das Gefühl gehen, das mit der Hammer Straße verbunden ist. Dem Stadion in der Senke, den alten Rängen. Den Spielen irgendwo auf dem Dorf und den Derbys gegen Bielefeld oder Osnabrück. Immer geht es um die kurzen Augenblicke, in denen wir das Gefühl haben, am Spieltag an der richtigen Stelle zu stehen – selbst jene, die sich im Fußball heute nicht mehr finden oder die das Stadion meiden.

Das Buch soll für alle sein, denen der Verein am Herzen liegt. Ob ihre Leidenschaft nun erkaltet ist oder frisch wie am ersten Tag.

Gottchen, was für eine Ansprache… aber ich wüsste gerade nicht, wie man es anders formulieren sollte 😉

Und jetzt ihr!

Was mich zu einem eigentlich entscheidenden Punkt bringt – den ich wie immer mangels Selbstbeherrschung hinter 4218 Wörtern ganz am Ende verstecke… Ich würde mich freuen, wenn mich der eine oder andere insofern unterstützen würde, als dass ich mir eure Erinnerungen an besondere Momente für das Buch leihen dürfte. Große Momente, kleine Momente. Anekdoten, Episoden, Bemerkenswertes, Kleines. Ich habe nicht die (bisher) 109 Jahre Vereinsgeschichte selbst miterlebt. Meine Preußenzeit begann 1989.

Da dürfte es viele geben, die viel länger auf Preußen sind. Die sich an ganz andere Momente erinnern. 

Ich möchte mir gerne etwas von diesen Momenten leihen, weil die Summe dieser Momente am Ende vielleicht die 111 Gründe bringt, in Wirklichkeit aber viel mehr. 

Wer also sachdienliche Hinweise und Anregungen und Tipps hat, möge mir gerne eine Mail schicken. 

Und um das noch einmal deutlich zu sagen: Der Reihen-Untertitel lautet „Eine Liebeserklärung an den großartigsten Verein der Welt“. So steht es auf allen Buch-Deckeln. Das ist seltsam entrückt, denn wie kann es einen anderen neben uns geben? Im Grunde spielt es aber auch keine Rolle. Denn großartig sind sie ja alle, diese Vereine. Ob nun Kaiserslautern oder Bremen, ob Bayern oder Jena, ob Bochum oder Hannover. Für ihre Fans bedeuten sie alles.

Wichtig ist, warum der SC Preußen Münster für uns so wichtig ist. Darum geht’s. Mindestens 111-mal.

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