++ Update ++ Boykott, Palaver, Ärger: Die idiotische Lage rund um den SC Preußen Münster…

Schöner wäre es ja, man könnte sich rund um den SC Preußen Münster mal wieder ums Sportliche kümmern. Aber den Luxus genießt wohl derzeit nur der Trainer und sein Team. Nun ja, zumindest theoretisch. Denn die neueste Geschichte rund um die Adlerträger dreht sich wieder um vermeintliche Fehltritte der Vereinsführung. Soll man das noch mal aufwärmen oder spricht die ganze alberne Geschichte mittlerweile für sich? Nun ja, ein Versuch noch.

Drei Punkte hat der SC Preußen jetzt nach zwei Spielen, Platz 7. Nur Dresden und Chemnitz haben bislang die volle Ausbeute von 6 Punkten erreicht. Ansonsten haben praktisch alle siegreichen Klubs des 1. Spieltags an diesem Wochenende Federn gelassen. Cottbus nach dem tollen Auftaktsieg in Osnabrück ganz schwach gegen Dresden. Bielefeld nach dem Duselsieg in Mainz mit einer peinlichen Vorstellung gegen Halle. Regensburg nach dem erfolgreichen Auftritt gegen Duisburg jetzt chancenlos bei den Kickers.

Damit befindet sich der SCP erstens in guter Gesellschaft und hat zweitens einen völligen Fehlstart verhindert. Schon am Mittwoch gegen Cottbus könnte ein weiterer Dreier das Bild weiter begradigen. Soweit alles tutti, oder?

Nö.

Denn in der Fanszene wird über alles debattiert, nur nicht mehr über Fußball. Schon am ersten Spieltag gab’s im Preußenstadion teilweise skurrile Momente. Da wurden Fans, die sich dem Stimmungsboykott (vor allem) der Fiffi-Gerritzen-Kurve nicht anschließen mochten, gnadenlos ausgepfiffen. Ein völlig indiskutables Vorgehen, eine Schande. Hier stellen einige Fans ihr Interesse über das vieler anderer. Richtig neu ist der Ärger nicht neu – nur die „Zielgruppe“ ist plötzlich eine andere. In den vergangenen Monaten hatten sich weite Teile des Publikums ja noch geschlossen gegen die Ultra-Gruppierungen gestellt – nach diversen Böllerwürfen und anderen Pyro-Einsätzen im Stadion.

Eines ist wohl sicher: Die aktuelle Generation an aktiven Fans (vor allem jene aus dem Ultra-Bereich) und der aktuelle Vorstand werden keine Freunde werden. Vollends zerrüttet wurde das Verhältnis in der Causa Fascher. Der bei vielen Fans beliebte Aufstiegstrainer war im ersten Drittliga-Jahr entlassen worden, sehr zum Unwillen vieler Fans. Und dann folgten immer wieder kleinere Störfeuer. Der ohnehin heftig kritisierte Aufsichtsratschef und Hauptsponsor Thomas Bäumer, dem man großen Einfluss nachsagt und der im Fall Fascher mit teilweise heftigen Aussagen auffiel, machte es nicht besser mit seiner Aussage, der SC Preußen sei sein Baby. Und immer wieder verhielt sich auch der Klub mit öffentlichen Aussagen wie ein Elefant im Porzellanladen.

Wenn man sich anschaut, wie der Maßnahmenkatalog eingeführt wurde, kann man ja auch nur noch mit dem Kopf schütteln.

Dennoch: Eigentlich war ja doch eine gewisse Stille eingekehrt in den vergangenen Monaten. Trügerisch, leider. Denn hinter den Kulissen pflegte wohl vor allem die aktive Fanszene ihre Abneigung weiter. Diverse Pyro-Verstöße trotz klarer Ansagen aus dem Verein brachten das Fass dann im Sommer zum Überlaufen. Warnungen vor Konsequenzen im Winter 2014 verhallten ungehört. Genervt von ständigen Strafen und unter Druck gesetzt von DFB und Sicherheitsbehörden reagierte der SCP mit dem nun weithin diskutierten Maßnahmenkatalog.

Und nun geht’s nicht weiter: Die Preußen-Ultras teilten vor dem Spiel gegen Rostock ihre Haltung schriftlich mit. Kein Support mehr im Preußenstadion. So lange nicht, bis nicht der Verein Teile des Maßnahmenkatalogs (Doppelhalter-Verbot oder Fahnenpass) zurücknehmen werde.

Wer erwartet hatte, dass der Verein schnellstmöglich aktiv das Gespräch suchen würde, sah sich wohl getäuscht. Zumindest bis zum Auswärtsspiel in Stuttgart gab es wohl keinen Kontakt – das lässt eine Äußerung von Sportvorstand Carsten Gockel vermuten. Der hatte am Samstag gegenüber westline.de erklärt, man wolle schnell wieder „in den Dialog“ kommen und mutmaßlich Georg Krimphove werde das wohl übernehmen.

Georg Krimphove.

Der Mann, im Vorstand für Fanbelange auserkoren, kann einem eigentlich nur noch Leid tun. Ständig zwischen den Fronten – mit dem Versuch, die Sorgen und Fragen der Fanszene in den Verein zu transportieren, zugleich aber mit einem festen Stand auf dem rechtlichen Boden. Ein Mittler, der sich durchaus einen differenzierten Blick leistet, dem aber schlicht alle Hände gebunden sind. Als Vorstandsmitglied kann er ganz einfach nicht über Freigabe oder Lockerungen von Pyrotechnik sprechen. Und so sehr er auch Verständnis äußert, am Ende des Tages muss er an der Seite von Recht und Gesetz stehen. Das nimmt man ihm krumm in der Fanszene, wo er keinen einfachen Stand mehr hat. Warum er sich das selbst noch antut, weiß wohl nur er selbst.

Zur ganzen Wahrheit gehört aber auch dies: Mit was für einer Selbstverständlichkeit vor allem die UItra-Szene ihre Forderungen formuliert, ist so wenig hilfreich wie elegant. Pyrotechnik im Stadion ist verboten – und nur der exzessive Einsatz dieser Pyrotechnik hat den Maßnahmenkatalog überhaupt erst erforderlich gemacht. Das müssten die Betroffenen vielleicht auch mal anerkennen.

Ja: Die Ultras wollen Veränderung in diesem Pyro-Themen – aber erwarten das offenbar vom Verein. Stattdessen täten sie gut daran, ihre Kritik nicht an den Überbringer der schlechten Nachrichten zu richten, sondern an die Politik, die Polizei. Aber das tun sie nicht. Ihre Arena ist das Preußenstadion und ihren Kampf führen sie gegen den Verein. Das sagt eben auch viel über die Motivation aus, die dahinter steckt. Hier geht’s eben doch in vielen Fällen um eingefahrene Freund-/Feind-Muster, um Abneigungen gegenüber handelnden Personen.

Und dann passt jeder Anlass.

In Stuttgart gab’s Ärger, weil die Mannschaft sich nicht von den mitgereisten Fans verabschiedete. Oder zumindest nicht so wie gewünscht oder erhofft. Berichte von mitreisenden Fans zeigen, dass das Team sehr wohl bei den Fans erschien – allerdings erst nach dem Auslaufen. Man kann darüber wunderbar streiten.

Sicher ist: Wer hunderte Kilometer weit durch Deutschland fährt und die Mannschaft unterstützt, der darf wohl erwarten, dass sich die Herren Fußballer wenigstens nach Abpfiff mal zur Fankurve bewegen. Wer immer bestimmte, dass Auslaufen Priorität haben müsse: Das war kein guter Stil. Auslaufen kann bitteschön fünf Minuten warten. Sonst wird der Sport zur gefühllosen Sache.

Aber: Hat sich mal jemand die Frage gestellt, ob wirklich alle Spieler Lust hatten, sich von den gleichen Fans feiern zu lassen, die eine Woche zuvor 90 Minuten lang ihren Protest über das Spiel gestellt hatten? Die Ultras hatten erklärt, man habe die Mannschaft informiert. Der Boykott richte sich nicht gegen die Spieler, sondern gegen den Verein und seinen Maßnahmenkatalog.

Aus den Äußerungen mancher Spieler nach der Rostock-Partie war allerdings eher wenig Verständnis zu hören. Hat da ein einziger Spieler ein Wort über den Boykott und seine Gründe verloren? Hat einer Verständnis geäußert?

Nein.

Stattdessen war doch eher Verwunderung oder gar Ärger zu hören. Abdenour Amachaibour: „Ich fand’s schade, dass sie uns nicht unterstützt haben.“ Kapitän Jens Truckenbrod: „Wir wussten das im Vorfeld und wir haben das zu akzeptieren.“ Begeisterung klingt anders. Ist es wirklich so unvorstellbar, dass also auch in Stuttgart eine gewisse Uneinigkeit geherrscht haben könnte, wie man sich nun zu verhalten habe?

Für das Spiel gegen Cottbus ist wieder eine Geisterkulisse zu erwarten. Hämische Kommentare mancher Fans, man könne nun ja sehen, wer den Support im Stadion leiste, sind da unangebracht. Es war die Ultra-Szene selbst, die in Münster und in vielen anderen Stadien die Herrschaft über die Stimmung (und zugleich die Deutungshoheit über die Fankultur) buchstäblich an sich gerissen hat und alte Szenen verdrängt hatte. Da wird aus dem Spott gegenüber anderen Fans schnell eine ganz bittere Überheblichkeit.

Und das müssen sich die Ultras nun einmal gefallen lassen: Kritik an ihrer Intransparenz. Gelegentlich lassen sie sich zu öffentlichen Stellungnahmen verleiten, ansonsten sehen sie sich gegenüber niemandem in Erklärungsnot. Es ist ihr Spiel. Sie bestimmen die Regeln. Und brechen andere, wo es ihnen in den Kram passt. Das ist schwerlich eine Grundlage für einen Dialog.

Worin genau besteht eigentlich die Kompromissbereitschaft in der Ultra-Szene? Was ist denn ihr Beitrag zu einem vernünftigen Miteinander? Die Ultras verweigern sich konsequent jedem Dialog, sobald Polizei oder andere Sicherheitskräfte oder Verbände beteiligt sind. Sie pflegen ihr Feindbild und suchen die Konfrontation.

Was stand noch im vorletzten Saisonspiel gegen Halle in der Kurve?

Stadion- und Betretungsverbote, Materialverbot und Überwachungswahn, Verdeckte Ermittler im Block, Anzeigen und Geldstrafen: Ihr könnt machen, was ihr wollt. Ultras kriegt ihr niemals klein.

Das ist die Haltung der Ultras. Wir gegen die.

Und natürlich – wie immer gibt es hier kein Schwarz und Weiß. Das Traurige ist, dass die Ultras durchaus berechtigte Argumente haben. Sie werden in einer Art und Weise kriminalisiert, dass man sich nur noch über die Verhältnismäßigkeit wundern kann. Da gibt es die unsäglichen Rainer Wendts, die Law-and-Order-Hardliner. Da gibt es die Bundespolizisten, die offenbar teilweise glauben, es mit Tieren zu tun zu haben. Da gibt es teilweise lächerliche Verbote für anreisende Gästefans, zusammengepfercht und abtransportiert wie Aussätzige.

Wer schon einmal in einer Gruppe aktiver Fans zu einem Auswärtsspiel gefahren ist, weiß, was gemeint ist.

Zuletzt hatte das Blog Strafraumprediger viele Screenshots zusammengetragen: Während der WM waren die Siegesfeiern in Deutschland zwar hell von Pyrotechnik erleuchtet – aber dort fanden viele Medien nur lobende Worte für die „Euphorie“ und die Freude über deutsche Siege. Pyrotechnik inmitten großer Menschenmengen: Für die WM fröhlicher Jubel, im Stadion kriminelle Akte verantwortlungsloser Randalierer. Aus diesem Unfug soll einer schlau werden.

Wen überrascht es eigentlich noch, dass da kaum irgendeine sinnvolle Diskussion in Gang kommen kann?

Und jetzt?

Tja, was nun? Wie soll es weitergehen?

Die Ultras fordern kategorisch die Aufgabe von Fahnenpässen und die Freigabe von Doppelhaltern. Und wer sich den Fahnenpass-Antrag anschaut, dürfte erschauern.

Wird ein Vergehen im Zusammenhang mit der Fahne festgestellt, kann diese zukünftig nicht mehr zugelassen werden, der Fahnenpass wird entzogen und dem bisherigen Inhaber des Fahnenpasses ein Stadionverbot erteilt. Als Vergehen gilt neben einem Verstoß gegen die Stadionordnung auch das Verdecken von Personen, die pyrotechnische Gegenstände abbrennen oder das Abbrennen vorbereiten. In diesen Fällen kann sich derjenige, der mit der Fahne umgeht, wegen eines Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz und/oder wegen gefährlicher Körperverletzung strafbar machen. Der SC Preußen Münster 06 e.V. stellt bei derartigen Vorkommnissen Strafantrag und teilt der Polizei die Personalien des Inhabers des Fahnenpasses mit.

Was da im „Kleingedruckten“ steht, ist schlicht grotesk. Jeder Fahnenpass-Inhaber kann künftig ohne jede persönliche Beteiligung mit Stadionverboten belegt werden und rechtlich zur Verantwortung gezogen werden, falls sich im Schutze einer Fahne oder eines Banners etwas ereignet. Man soll das wohl so verstehen, dass Fahnenpass-Inhaber künftig 90 Minuten lang neben ihrem Banner Wache halten oder den Schwenkbereich ihrer Fahnen kontrollieren müssen – oder wie soll das gemeint sein?

Auf der anderen Seite: Da heißt es im „O-Ton“ der Ultras ganz locker: „Der Großteil der angeprangerten Pyro-Aktionen wurde ohne einen Sichtschutz durch Fahnen durchgeführt.“ Ein Großteil. Man möge die Zuschauer bitte nicht für dumm verkaufen. Dass „Zündler“ im Schutze von wehenden Fahnen und dampfenden Rauchtöpfen die Klamotten wechseln, um später nicht mehr identifizierbar zu sein – das ist doch hinlänglich bekannt.

Die Frage ist überhaupt, ob eine solche Lockerung überhaupt (noch) möglich ist. Kann der Verein eine Maßnahme zurücknehmen, zumindest teilweise, die erst auf Drängen von DFB, Ordnungsamt oder Sicherheitskräften eingeführt wurde? Das würde eine Zustimmung der Beteiligten erfordern – und was, wenn der Verein guten Willen zeigt, sich hier aber nicht durchsetzen kann?

Was dann? Gegen wen richtet sich dann der Protest der Ultras noch?

Falls jedoch eine teilweise Rücknahme denkbar wäre, kann es eigentlich nur so gehen: Der Klub stellt einige der Maßnahmen zur Bewährung aus. Verzicht auf Pyrotechnik gegen einen Verzicht auf „Überwachung“. Beide Seiten geben. Das nennt man einen Kompromiss. Sollte so etwas zur Diskussion stehen, ließe sich an der Entscheidung viel über die wahre Dialogbereitschaft aller Beteiligten ablesen.

Im „O-Ton“ steht aber auch dies:

Der Vorstand versuchte schon einmal im Vorfeld des Derbys am 1. März 2014 gegen den VfL Osnabrück ein Fahnenverbot durchzusetzen.

Das ist eine ziemliche „Dehnung“ der Wahrheit. Tatsächlich setzte nämlich die Polizei das Fahnenverbot durch – und in einem Vorbericht hieß es schon damals:

Verein und auch Fanprojekt der Preußen waren dem Vernehmen nach „not amused“. Aber die Polizei setzte sich mit ihrer strikten Vorgabe durch. Aus Sicherheitsgründen muss ein freier Blick auf beide Kurven gewährleistet sein. Niemand, so die Idee, solle im Schutz von Fahnen oder Doppelhaltern zündeln können. Wer es dennoch tut, kann unter Umständen direkt identifiziert werden.

Es hilft der Diskussion sicherlich nicht, wenn Geschichten konstruiert werden. Es macht die Haltung der Boykottierer unglaubwürdig. Und ihre Motive unklar.

Man darf an dieser Stelle auch einmal darauf hinweisen, wie genervt der Verein auf die polizeiliche Berichterstattung NACH dem Derby reagierte. Die Polizei hatte sich damals stolz die „Vereitelung“ eines „Platzsturms“ als Erfolg formuliert.

Sechs Tage lang schwieg der SCP offiziell zu den Randerscheinungen des Derbys. Am vergangenen Samstag hatten sich der SC Preußen und der VfL Osnabrück mit 1:1 getrennt. Für Aufregung sorgte anschließend aber eher die mediale Nachbetrachtung – vor allem die Stellungnahme der Polizei. Die hatte mit Aussagen, ein Platzsturm sei verhindert worden, ein zumindest verzerrtes Bild gezeichnet.

Am Freitag stellte Vorstandsmitglied Georg Krimphove gegenüber dem WDR klar, dass die Polizei „völlig übertrieben“ habe. Darstellungen, nach denen ein Platzsturm beider Fanlager verhindert worden sei, „entbehren jeder Grundlage“, so Krimphove.

Mehr noch: „Es wäre schön, wenn die Polizei vielleicht auch mal hier und da Anregungen aus dem Vorstand aufnimmt, um die Sache zu deeskalieren“, so Krimphove.

Es ist also nicht alles so einfach. Im Gegenteil: Mit kompliziert wäre die Lage noch untertrieben dargestellt. Da hilft es aber sicherlich nicht, jetzt jede Äußerung, jedes mutmaßliche Fehlverhalten zu sezieren und zu einem Nebenkriegsschauplatz zu machen. Die Szenen nach dem Abpfiff in Aspach sind zum Beispiel gemeint.

So schwer das dieser Tage zu glauben ist: Hier geht’s nicht um staatstragende Ereignisse oder Dramen. Hier sind keine Opfer zu beklagen. Hier geht’s um Drittliga-Fußball und nicht die Zukunft des Sports. Einige der Beteiligten müssten langsam mal von ihrem hohen Ross herabsteigen und die Dinge wieder in einem normalen Maßstab betrachten.

Das derzeitige Getöse – das ist mal sicher – geht vollends an der Realität vorbei und ist vor allem das, was andererseits ständig kritisiert wird: unverhältnismäßig.


 

Update 4. August

Und da ist es schon, das Zeichen… Am Montag setzte der Klub die zentralen Maßnahmen des umstrittenen Katalos sozusagen zur Bewährung aus. Choreografien können wieder ohne vorherige Erlaubnis durchgeführt werden, Doppelhalter werden erlaubt, Fahnenpässe vorerst abgeschafft.

Das ist ein außerordentliches Entgegenkommen des Klubs – und eines, das besser nicht am Mittwoch durch Fackeln in der Nacht unterlaufen werden sollte.

Jetzt liegt der Ball (sorry für das Bild) im Feld der Ultras und der aktiven Fanszene. Sie muss das Angebot des Klubs annehmen, für das sie ja protestiert hatte. Jetzt liegt es einzig an den betroffenen Fans, dieses Zeichen richtig zu deuten.

Trotz allem und insgesamt: Ein so wichtiges Zeichen, gerade rechtzeitig vor dem Heimspiel gegen Cottbus. Respekt vor dem Schritt des Klubs.

 

SC Preußen Münster

Fanprojekt

westline

Forum

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Ein Gedanke zu “++ Update ++ Boykott, Palaver, Ärger: Die idiotische Lage rund um den SC Preußen Münster…

  1. Auf diesen Text möchte ich gerne versuchen, eine konstruktive Antwort zu geben. Er ist allerdings ganz schön lang und so manchem stimme ich nicht zu; und ich bin mir nicht sicher, welche Position du jetzt eigentlich vertrittst außer der, dass irgendwie alle was falsch machen. Daher versuche ich jetzt mal nicht was dazu zu schreiben, was „die Ultras“ oder „der Verein“ machen sollen, sondern was ich gegen Rostock gemacht habe und gegen Cottbus wieder machen werde.

    Ich bin kein Ultra, mich vertritt auch keiner der zwanzig Fanclubs auf dem Forderungszettel. Es geht hier auch nicht um die zusammen 150 Ultras, die es in MS gibt, sondern um die 1000-1500 Leute aus der Kurve, unter denen es auch Ultras gibt. Leute wie ich wollen da in Ruhe ihr Bier trinken und ein bisschen mehr supporten als andernorts im Stadion. Ich habe immer gerne den O-Ton gelesen, ich mag die bunte Fahnenwelt und die eigenen Fansachen bei uns und die gute Stimmung; und mich stört die Pyro nicht (Osna und Duisburg natürlich schon). All die Leute, uns alle hat der Verein mit seinem Maßnahmenkatalog getroffen, nicht nur ein paar Ultras.
    Ich habe eine Dauerkarte. Ich habe nicht unterschrieben, dass ich supporten muss. Der Verein hat keinen Grund, enttäuscht zu sein, wenn ich das nicht tue. Die Mannschaft hat keinen Grund, enttäuscht zu sein, wenn ich das nicht tue. Die Gegengerade hat keinen Grund … ich muss gar nichts. Und auch ich habe die Gegengerade ausgebuht. Weil sie mit ihrer Stimme in dem Fahnenverbot etwas unterstützt hat, das ich schlecht finde. Ich fühle mich deshalb nicht im Unrecht. Die Gegengerade hat auch meine Kurve ausgebuht, als dort Pyro brannte (Darmstadt). Sie hat Kritik geübt. Das darf ich auch. Und werde es wieder machen.

    Ich sehe den drängenden Ernst der Lage nicht. Der derzeitige „Ausnahmezustand“ herrscht doch vor allem bei Westline, und da ist immer Ausnahmezustand. Vielleicht wird gegen Bayern nicht supportet. Vielleicht wird dieses Jahr nicht mehr zuhause supportet. Das muss der Verein wissen. Ich fände das schade, aber meine Kurve ist es mir wert. Jetzt einknicken geht gar nicht. Von daher müssen wohl erstmal alle etwas mehr Ruhe in ihre Erwartungshaltung einpreisen.

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