2:0 gegen Saarbrücken – Preußen Münster ist offiziell gerettet

2:0 gegen Saarbrücken – Preußen Münster ist offiziell gerettet

Na gut, gerettet… das klingt vielleicht schon etwas zu dick. Schließlich war der Abstieg schon vor dem 35. Spieltag eher eine theoretische Sache. Aber gut, jetzt ist es eben offiziell. Mit 12 Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz kann der SCP bei drei noch ausstehenden Spielen nicht mehr absteigen. Saison beendet und zwei Ziele, immerhin, erreicht. Ein weiteres Jahr 3. Liga. Ein weiteres Mal in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals.

Es war alles in allem eine gute Woche für den SCP. Sechs Punkte in der Liga (4:2 in Rostock, 2:0 gegen Saarbrücken), dazu der Sieg im Westfalenpokal (3:1 in Stadtlohn). Damit dürfen sich alle Beteiligten zurücklehnen, sportlich gesehen. Der Rest geht ja nun erst wirklich los. Trainer, Spieler, Planungen 2014/2015. Da steht vieles an, aber zunächst der Blick auf das Saarbrücken-Spiel.

Das hatte schon was von Sommerfußball. Eine Halbzeit lang fehlte dem SCP Schwung und echter Wille. Nein, es war nicht furchtbar schlecht, es war einfach etwas müde. Eben das, was geschieht, wenn es für ein Team um etwas geht und das andere schon fast abgeschaltet hat. Saarbrücken kämpfte um seine letzte Chance, aber dafür war es auch nicht wirklich gut, was die Gäste ablieferten. Im Grunde kam Saarbrücken auch nur zu zwei, drei Chancen. Eine ging auf das Konto von „Rocky“ Krohne und seiner spektakulär-sinnlosen Rückgabe auf Max Schulze Niehues. Eine bekam Raffael Korte, der einen Freistoß auf die Torlatte setzte – da hatte Münsters Keeper seine Finger wohl noch dran. Naja, und dann waren da noch ein, zwei Schussversuche der Gäste. Münster bekam wenig aufs Feld – die beste Chance für die Preußen sah dafür aber doppelt gut aus. Benjamin Siegert mit einer Hacken-Ablage auf Soufian Benyamina, dessen Schuss parierte Ochs. Ein echter Siegert, eine jener Szenen, für die der ehemalige Osnabrücker eben immer gut ist.

Nebenbei: Saarbrücken erspielte sich skurrile 8:0 Ecken in der ersten Halbzeit. Klingt nach Sturmlauf, einem Offensivfeuerwerk. War es aber eben auch nicht gerade. Und weil Saarbrücken nicht mehr konnte, Münster nicht mehr schaffte, ging’s mit, 0:0 in die Pause. Zu wenig für Saarbrücken, für Münster okay.

Fast schnell erzählt ist die zweite Halbzeit. Münster stellte früh die Weichen, weil Soufian Benyamina über Bande (langer Pfosten) zum 1:0 traf. Das war sichtlich ein Tiefschlag für die Saarländer, die erst einmal völlig von der Rolle waren. Münster bekam seine stärkste Phase im Spiel, trat endlich auch offensiv in Erscheinung. Nicht alles war brandgefährlich, aber rund um den Strafraum des FCS wurde es deutlich lebendiger. Fast konsequent das 2:0. Ein Pass auf Piossek kam zwar nicht sauber beim Preußen an, dafür wurde er aber schön verstolpert von der Saarbrücker Innenverteidigung und damit unfreiwillig zur Vorlage für Krohne. Der stand, wo ein Stürmer stehen… und schob unter Ochs weg zum 2:0 ein.

Saarbrücken durch, das Spiel auch, viel passierte nicht mehr. Achja: Münsters Kreativspieler Kara und Bischoff durften noch minutenweise ran. Das muss man ja dieser Tage erwähnen, weil beide unter Ralf Loose streng genommen keine Rolle spielen. Ein Drama, dass es offenbar nicht gelingt, beide Spieler so zu integrieren, dass sie zu ihrer Leistung finden.

Aber gut: 49 Punkte bedeuten (weiterhin) Rang 8. Aber Platz 4 ist nur noch drei Punkte entfernt. Es wäre ein Treppenwitz dieser Saison, wenn es dem SCP gelänge, am letzten Spieltag noch den Sprung dorthin zu schaffen.

 

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