Also erneut DFB-Pokal in Münster! Preußen siegt in Stadtlohn 3:1…

Also erneut DFB-Pokal in Münster! Preußen siegt in Stadtlohn 3:1…

Am Ende zählt, was rauskommt. Und wie das nun mal so ist im Pokal: Wenn man selber kein Opfer einer Sensation werden will, muss man eben gewinnen. Gesagt, getan. Die Preußen stehen nach einem 3:1 in Stadtlohn erneut in der ersten Hauptrunde. Das Geld darf verplant werden…

Wem die 1. oder 2. Liga, vielleicht gar die 3. Liga zu steif, zu formell ist, dem sei der Besuch eines Pokalspiels wie dem in Stadtlohn sehr ans Herz gelegt. Es gibt wahrlich schlimmere Abende als diesen unweit der holländischen Grenze. Ein warmer Frühlingsabend, ein knackvoller Sportplatz, Bratwurst und freundliche Gastgeber – und irgendwie alles so, wie man Fußball eben gerne mag. Etwas persönlicher, etwas näher dran, ein bisschen mehr Grasnarbe und etwas weniger Beton.

Gut, Beton gab’s schon auch, teilweise angerührt vom SuS Stadtlohn. Und dass den Preußen phasenweise nicht viel einfiel gegen den Sechstligisten. Geschenkt. Und dass am Ende auch der berühmte Klassenunterschied nicht ganz so deutlich ausfiel – ja sicher, meine Güte, ja. Na und?

Am Ende gewann der SC Preußen mit 3:1 – auch wenn Soufian Benyaminas Treffer zum 3:1 in der 90. Minute so gerade noch die Erlösung bedeutete. Ich will nicht sagen, dass man um den SCP direkt zittern musste. Aber man kennt das ja. Am Ende flattert noch so ein Ding rein und dann schaut der klassenhöhere Klub ziemlich dumm aus der Wäsche. Diesmal nicht. Und seien wir ehrlich: Die ganz großen Chancen für Stadtlohn gab’s ja nicht. Tapfer (darf man das noch sagen? Tapfer?) haben sie gekämpft, die Stadtlohner. Haben die Preußen tatsächlich über einige Phasen des Spiels vor ernsthafte Probleme gestellt. Dass die Gastgeber in der Westfalenliga als Tabellenführer (übrigens vor dem SCP II…) ihre Kreise ziehen, kommt nicht von ungefähr.

Am Ende setzte sich der SCP durch. Weil Dennis Grote per Flachschuss ins lange Eck traf. Weil Simon Scherder mit einem Kopfball traf. Weil Soufian Benyamina aus 30 Metern ins leere Tor einschob. Und für die Pokalwürze sorgte der zwischenzeitliche Ausgleich durch ein wirklich schönes Tor von Sportskamerad Roßmöller. Alles drin in dieser Pokalpackung.

Und noch etwas mehr als bestellt. Die Pyro-Einlage war ziemlich dämlich. Da brannte ein bisschen im Preußen-Block – und eine Bengale flog in hohem Bogen aufs Feld. Oberbirnig und völlig sinnlos. Dem ohnehin etwas übervorsichtigen Schiri hätte wohl nicht viel gefehlt zu einem amtlichen Spielabbruch. Der wäre angesichts eines ansonsten völlig entspannten Pokalabends wirklich skurril gewesen. Aber man weiß ja nie so genau, wie ein Schiri tickt.

Der hier, Fabian Maibaum aus Hagen, legte Wert auf Ordnung und unterbrach das Spiel gleich zweimal. Unterbrechung eins ging indes klar auf Stadtlohner Kappe. Was bitte trieb denn Marcel Terhaar an, als er nach seiner Auswechslung (wegen akuter Ermüdung) glaubte, den Preußen-Anhang provozieren zu müssen? Vielleicht war das eine Mutprobe für den Spieler – beknackt war es allemal. Und wenn dann ein Echo aus dem Block kommt, kann man sich schwer wundern. Völlig überflüssig, die Aktion. Überflüssig auch der Torjubel der Gastgeber direkt vor dem Block der Preußenfans. Muss doch nicht sein.

Das alles sorgte für den kleinen Wermutstropfen am Abend in einem Spiel, das ansonsten – siehe oben – in sehr entspanntem Rahmen stattfand. Der Sommer kann kommen und die Auslosung auch…

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