Fußball ist (k)ein kontaktloser Sport…

Fußball ist (k)ein kontaktloser Sport…

Ok, ja, das Sportliche. Münster holte ein 1:1 in Dortmund, lieferte eine stabile und teilweise gute Vorstellung ab. Neun Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz waren es vor Anpfiff und neun Punkte waren es auch danach. Kaum einer zweifelt daran, dass Münster auch im vierten Jahr 3. Liga spielt. Und die Aussichten sind verlockend… Auf Heidenheim, Leipzig, Burghausen oder idealerweise Unterhaching kann man verzichten. Vielleicht kommen Energie Cottbus und gar Arminia Bielefeld zurück… man erinnere sich bitte immer wieder gerne an die Zeiten von SC Wiedenbrück und Co.

Nun, das ist das eine.

Das andere ist das Thema der Woche. Dammeier vs. Loose vs. alle. Oder umgekehrt. Interessant zu beobachten, wie der Kontakt zwischen Dammeier und Loose in Dortmund aussah. Die Westfälischen Nachrichten beschreiben ein kurzes Gespräch zwischen beiden vor dem Spiel – das mit „abwertenden Handbewegungen“ beendet wurde. Autsch?

Tatsache ist: Ab dem Augenblick, in dem beide Teams den Rasen betraten, herrschte Funkstille. Dammeier sprach vor dem Anpfiff nur mit Physio Dennis Morschel. Dann nahm er Platz auf der Bank neben Babacar N’Diaye und Alexander Ogrinc. Ralf Loose wie immer neben der Bank – er sprach nur mit seinem Co.

Die Spieler, die das Feld verließen, klatschten artig mit dem Sportlichen Leiter ab. Marco Pischorn sprach nach Abpfiff mit ihm. Sonst aber niemand aus dem Team. Das versammelte sich mit Trainerstab auf dem Rasen, Loose vermied es sichtlich, in die Nähe des Sportlichen Leiters zu geraten. Noch lange nach Abpfiff stand er bei Aufsichtsratschef Thomas Bäumer und Ehrenratsvorsitzenden Hannes Pfeifer.

Derweil wirkte Detlev Dammeier etwas verloren da unten auf der Laufbahn. Ein kurzer Dank ans Schirigespann, ein kurzer Händedruck mit Bäumer und Pfeifer, ein kurzes Gespräch mit Sportvorstand Carsten Gockel (der ihm etwas Farbe von der Jacke abklopfte). Was soll uns das alles sagen? Es sieht eben aus wie eine Situation, in der man steckt, nachdem ein erstes Gespräch formell abgehakt wurde, man sich aber derzeit wenig bis nichts zu sagen hat.

Dass das Duo Loose/Dammeier vermutlich (derzeit?) nicht funktionieren wird, war augenfällig. Das Problem: Genau jetzt müsste es ja funktionieren. Jetzt, wo eigentlich die Weichen für 2014/2015 gestellt werden müssten.

Mit seinem Interview – auch wenn der Kern seiner Botschaft stimmig war – hat Dammeier sich und den Verein in eine schwierige Lage gebracht. Unabhängig von der Frage, wie berechtigt Dammeiers Aussagen und wie kritisch das Interview letztlich war – jetzt ist die Sache in der Welt und der Klub unter (Entscheidungs-)Druck.

Wenn man das Verhalten der beiden wichtigsten Akteure, Loose und Dammeier, in Dortmund betrachtet, scheint eine Trennung unausweichlich. Die Frage ist nur, wer trennt sich von wem? Bin ich froh, dass ich das nicht entscheiden muss… das ist wirklich eine Baustelle, die kein Mensch benötigt hatte…

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